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← Zurück 11:00 – 11:30 (30 Min.) · Cloud Platform-Stage · Vortrag auf einer Themenbühne (Strategic)
Cloud Platform

Garbage In, Gold Out: Azure AI räumt auf, FinOps hält den Geldspeicher zusammen

In diesem Kunden Use Case wird gezeigt, wie bei einem großen Online Retailer mit Azure AI ein umfangreicher, fehleranfälliger Produktdatenbestand erfolgreich automatisiert bereinigt und strukturiert wird. Durch den Einsatz von Embedding‑Modellen und Machine Learning konnten Produkte zuverlässig klassifiziert, manuelle Pflegeaufwände deutlich reduziert und die Datenqualität nachhaltig verbessert werden. Parallel dazu wird durch FinOps gezeigt, wie entstehenden KI‑ und Cloud‑Kosten transparent, s

Laura Wieser

Laura Wieser

Katharina Beutel

Katharina Beutel

Wichtigste Erkenntnisse

5 Punkte

01

KI kann repetitiven und fehleranfälligen Prozess der Datenanreicherung bei sehr großen Produktmengen drastisch optimieren.

02

Ein Human-in-the-Loop-Ansatz sichert die Qualität bei unsicheren KI-Ergebnissen und schafft Vertrauen ins System.

03

FinOps ist unverzichtbar: Ohne aktives Kostencontrolling drohen gravierende Budgetüberschreitungen in Cloud-AI-Projekten.

04

Die eigentlichen Kostentreiber sind nicht immer Modelleinsetze, sondern können auch Infrastrukturkomponenten wie Datenbanken sein.

05

Cloud-Kosten müssen über alle beteiligten Fachbereiche hinweg transparent, getaggt und gemanagt werden.

Kurzfassung

Im Vortrag "Garbage In, Gold Out: Azure AI räumt auf, FinOps hält den Geldspeicher zusammen" wird anhand eines Kundenprojekts von Bechtle gezeigt, wie mit KI fehlende Produktinformationen (insbesondere Gewicht und Versandklasse) effizient angereichert werden können. Die technische Lösung basiert auf einem Embedding-Modell mit Azure OpenAI, welches automatisch und verlässlich Daten ergänzt. Zudem werden die wirtschaftlichen Aspekte, speziell FinOps und Kostenkontrolle, thematisiert. Durch einen proaktiven Umgang mit Cloud-Ausgaben und transparenter Kostenüberwachung lassen sich böse Überraschungen vermeiden und Mehrwerte gezielt nutzen.

Langfassung

Der Vortrag startet mit einer Herausforderung eines Bechtle-Kunden aus dem Bereich E-Commerce: Über eine halbe Million Produkte sind zu pflegen, doch viele davon haben unvollständige Datensätze, vor allem bezüglich Gewicht und Versandklasse. Das sorgt für verzögerte Listungen und Umsatzverluste, da Produkte nicht verkauft werden können, wenn sie nicht korrekt im Shop gelistet sind. Klassische, manuelle Pflege wäre äußerst zeitaufwändig – je nach Annahme Jahre oder Jahrzehnte für eine einzelne Person.

Die Lösung: Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, konkret einem Embedding-Modell auf der Azure OpenAI-Plattform, werden fehlende Werte automatisiert angereichert. Die Architektur beinhaltet Schnittstellen vom ERP-System zur KI sowie zurück und nutzt Zwischenschritte zur Datenvor- und -nachbearbeitung. Besonders wichtig ist der Einsatz eines Confidence Scores: Ist das KI-Modell sich bei einer Ergänzung unsicher, wird der entsprechende Artikel zur manuellen Prüfung vorgelegt (Human-in-the-Loop-Ansatz). Das Modell erfasst komplexe Produktzusammenhänge selbstständig, lernt und sortiert Produkte nach gemeinsamen Eigenschaften.

Die Resultate sind beeindruckend: Eine Hitrate von über 90% bezüglich korrekter Klassifizierung im Vergleich zu 60% bei manueller Pflege. Mitarbeitende werden signifikant von Routinetätigkeiten entlastet.

Im zweiten Teil des Vortrags wird auf Kostenseite (FinOps) eingegangen und warum ein aktives Monitoring und Kostenmanagement in Cloud-KI-Projekten essenziell ist. Die technische Konsumation (z.B. API-Tokens) wird token-basiert abgerechnet und kann bei mangelnder Kontrolle schnell hohe Rechnungsbeträge verursachen. Auch andere Unternehmensbereiche wie Ingenieure müssen zunehmend Verantwortung für ihre Cloud-Ausgaben übernehmen. Durch Dashboards, Alerts, Tagging und gezielte Optimierung der Architektur lässt sich Kontrolle ausüben und aus jeder Investition das Optimum holen. Eine bemerkenswerte Beobachtung ist, dass nicht immer das KI-Modell, sondern häufig angebundene Datenbankdienste den Hauptkostenfaktor darstellen. Abschließend wird zur bewussten Nutzung, regelmäßigen Kostenkontrolle und Verantwortungsübernahme aufgerufen.

Das Teurere war tatsächlich nicht die KI, das Teurere war die Datenbank.

— Katharina Beutel erläutert, dass nicht immer das erwartete KI-Modell die größten Kosten verursacht, sondern oft die Infrastrukturkosten wie Datenbanken.

Wir sind von der Hitrate, das heißt, wurden die Artikel korrekt klassifiziert, manuell bei den Mitarbeitern hatten wir eine 60-prozentige Übereinstellung, bei der KI mit über 90 Prozent.

— Vergleich der Genauigkeit zwischen manueller und KI-gestützter Datenanreicherung.

Was wir nicht sehen, können wir nicht optimieren.

— Unterstreicht die Bedeutung von Transparenz und Monitoring für Cloud-Kosten und Optimierung.

Wenn unsere Kosten von 900 auf 35.000 Euro steigen, dann ist das schon ein Brocken.

— Warnung vor exponentiell ansteigenden Cloud-Kosten ohne proaktives Kostencontrolling.

Probiert auch gerne mal abseits von den klassischen Chatbot-Assistenten, von den klassischen GPT-Modellen.

Schlüsselwörter

AzureKI-DatenanreicherungFinOpsEmbedding-ModellCloud-Kostenkontrolle

Produkte / Programme

Bechtle-ShopAmazonAzure OpenAIGooglePower Automate

Genannte Personen

Katharina BeutelLaura