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Cloud-Angebote für den Public Sector müssen regulatorische und souveränitätsbezogene Anforderungen erfüllen.
Mit der Delos Cloud entsteht eine souveräne Cloud‑Plattform, die speziell für die Anforderungen des Public Sector konzipiert ist. Zwischen Pilotphase und Marktreife stellt sich für viele öffentliche Auftraggeber die Frage, wie die Delos Cloud heute einzuordnen ist und welche Rolle die Plattform perspektivisch spielen kann. Der Vortrag ordnet Delos Cloud im aktuellen Public‑Sector‑Umfeld ein und beleuchtet den Ansatz im Vergleich zu anderen souveränen Cloud‑Modellen. Dabei wird aus einer Trusted‑
Jonas Bahls
Max Gall
Verena Geble
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Cloud-Angebote für den Public Sector müssen regulatorische und souveränitätsbezogene Anforderungen erfüllen.
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Delos Cloud bietet als eigenbetriebene Microsoft-Plattform eine Alternative mit deutschen Rechenzentren und voller Kontrolle für den Public Sector.
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Das Geschäfts- und Lizenzmodell von Delos unterscheidet sich von bisherigen Microsoft-Strukturen: Verträge laufen über deutsche Partner, nicht mehr direkt über Microsoft.
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Sichere Authentifizierung, technische Entkopplung und deutsche Zertifizierungen sind Kernvoraussetzungen für die Marktreife.
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Beim Einsatz von Microsoft 365 (inklusive KI-Funktionen) im öffentlichen Sektor sind Datenschutz, transparente Risikoanalysen und kontinuierliches Monitoring entscheidend.
Kurzfassung
Die Session diskutiert die Entwicklung, Einordnung und aktuellen Status der Delos Cloud als souveräne Microsoft Cloud-Lösung für den deutschen Public Sector. Es wird erläutert, wie Delos zwischen Private, Public und souveräner Cloud positioniert ist und welchen Mehrwert sie insbesondere in puncto Daten- und Technologiekontrolle bietet. Die Entwicklung vom Pilotkundenprogramm bis zur geplanten Marktreife Anfang nächsten Jahres wird vorgestellt, inklusive Herausforderungen der digitalen Souveränität, Partnerschaften und regulatorischen Anforderungen. Abschließend werden die wichtigsten Schritte für die Beschaffung, Implementierung und rechtlichen Aspekte in Bezug auf Datenschutz und KI-Einsatz erläutert. Experten beantworten konkrete Anwenderfragen zu Lizenzierung, Authentifizierung und Use Cases der Delos Cloud.
Langfassung
Im Fokus der Session steht die Delos Cloud, eine von SAP gegründete, künftig souveräne Microsoft-Cloud-Plattform für den deutschen Public Sector. Nach einer thematischen Einordnung von Cloud-Angeboten zwischen Privat, Public und souveräner Cloud beleuchten die Sprecher Jonas Balz (Bechtle), Verena Geble (Bechtle Public Sector Cloud Competence), Max Gall (Senior Partner Manager Delos) sowie Gastexpertin Stefan Hessel (Reusch Law) die wachsende Bedeutung von digitaler Souveränität und Compliance im öffentlichen Sektor.
Die Delos Cloud hebt sich durch ihr Betriebsmodell ab: Während Microsoft als Technologielieferant agiert, betreibt die Delos GmbH eigenständig die Plattform und Rechenzentren in Deutschland. Ziel ist, vertraute Microsoft-Funktionalitäten (Azure, Office 365 E3 ohne Teams) für öffentliche Verwaltung bereitzustellen, dabei aber volle Souveränität und Sicherheit nach deutschen Vorgaben sicherzustellen. Im aktuellen Stadium ist Delos in der Pilotphase: Technische Grundlagen stehen, erste Pilotkunden nutzen mit Testdaten die Umgebung, der vollständige Betrieb und die entkoppelte Verwaltung durch Delos sind für Anfang nächsten Jahres geplant. Zentrale Meilensteine bis zur Marktreife sind die technische Entkopplung von Microsoft, Zertifizierungen (wie ISO 27001, C5) und Erfüllung der Cloud Platform Requirements des BSI. Im Pilotkundenprogramm können Organisationen bereits Use Cases und Umstellungsprozesse praktisch testen.
Das Geschäfts- und Lizenzmodell unterscheidet sich von bisherigen Microsoft-Angeboten: Die Delos GmbH wird offizieller Lizenzgeber, Verträge werden über Partner (z.B. Bechtle) abgewickelt, die Microsoft als Endkundenvertragspartner ablöst. Preislich orientiert sich Delos am Microsoft-Standard-Listenpreis mit einem 15%igen Uplift, auf den dann Volumenrabatte greifen. Partnerschaften und ein wachsendes Ökosystem (z.B. mit SAP) sind wichtige Faktoren für den Erfolg der Plattform. Konkrete Use-Cases reichen von Behördenverwaltung bis hin zu sicheren Fachverfahren für Polizei oder kommunale Prozesse (z.B. Kfz-Anmeldung oder Fachverfahren für Bürgerdienste).
Der zweite Teil der Session widmet sich rechtlichen und datenschutzrechtlichen Aspekten beim Einsatz von Microsoft 365 und KI (Copilot) im Public Sector. Anwalt Stefan Hessel erläutert die Entwicklung der Auftragsverarbeitungsverträge, Datenschutz-Folgenabschätzungen sowie Änderungen und Anpassungen seitens Microsoft. Durch kontinuierliche Optimierung wie die EU Data Boundary oder spezifische deutsche Lösungen (wie Delos), sieht er die Einhaltung der DSGVO, inklusive KI-Features wie Copilot oder Transkription, als möglich, wenn Behörden aktiv mit Datenschutzkonzepten, Risikoanalysen und Monitoring-Mechanismen arbeiten. Hinweise zum sicheren, rechtskonformen Einsatz inklusive behördlicher Empfehlungen (z.B. aus Hessen) werden ebenso vorgestellt wie konkrete Praxistipps und Checklisten für die Vorbereitung auf Datenschutzprüfungen.
Abschließend beantworten die Experten praktische Fragen aus dem Publikum, unter anderem zu Authentifizierung (eigene Entra ID), hybriden Szenarien, Preisgestaltung, sowie Anwendungsfällen und Beschaffungswegen für öffentliche Stellen.
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