01
Die Bedrohungslandschaft in der Cybersecurity verändert sich durch Künstliche Intelligenz rapide und ist bereits jetzt Gegenwart, nicht Zukunft.
Michael Landolt
Chief Security Advisor
01
Die Bedrohungslandschaft in der Cybersecurity verändert sich durch Künstliche Intelligenz rapide und ist bereits jetzt Gegenwart, nicht Zukunft.
02
Cyberkriminelle nutzen KI-Agenten, um Angriffe zu automatisieren, zu skalieren und Schwachstellen schneller aufzuspüren.
03
Effektive Verteidigung setzt ebenfalls auf KI-gestützte Agents, die rund um die Uhr aktiv sind – basierend auf einem Zusammenspiel von Mensch und Maschine.
04
Identitätsmanagement und Zero-Trust-Prinzipien müssen auch auf KI-Agenten angewandt werden; Kontrolle, Sichtbarkeit und Governance sind essenziell.
05
Datensicherheit und automatisierte, signalbasierte Datenklassifizierung sind fundamentale Voraussetzung für Vertrauen in KI-Anwendungen.
06
Security sollte nicht als Innovationsbremse, sondern als Enabler im Digitalisierungsprozess verstanden werden.
Kurzfassung
Der Vortrag auf der Bechtle Microsoft World behandelt die Herausforderungen und Lösungsansätze rund um Cybersecurity im Zeitalter künstlicher Intelligenz (KI). Dabei wird verdeutlicht, dass sich die Bedrohungslage durch KI dramatisch verändert hat und dass Cyberkriminelle bereits KI-Agents aktiv nutzen. Microsoft erläutert seine mehrsäulige Verteidigungsstrategie, bei der Mensch und KI-Agenten zusammenwirken, um Angriffe zu erkennen und zu verhindern. Zudem wird erklärt, wie Unternehmen KI sicher integrieren und ihre Daten gegen Missbrauch schützen können. Die Speaker betonen, dass Security kein Innovationsblocker sein muss, sondern als Enabler der Digitalisierung wirkt.
Langfassung
Im Vortrag auf der Bechtle Microsoft World wird das Thema Cybersecurity in Zeiten fortschreitender künstlicher Intelligenz eingehend beleuchtet. Bereits zum Auftakt wird klar gemacht, dass die Herausforderung in der enormen Geschwindigkeit liegt, mit der sich sowohl Angreifer als auch Verteidiger weiterentwickeln. Die Spielregeln haben sich grundlegend verändert; Cyberkriminelle nutzen bereits KI-Agents, die rund um die Uhr nach Schwachstellen suchen und Angriffe skalieren. Ein Beispiel ist ein Angriff, bei dem eine Gruppe gleichzeitig 30 S&P 500-Unternehmen attackiert hat. So wird deutlich, dass die Bedrohungslandschaft heute umfassender, schneller und komplexer ist als je zuvor.
Microsoft sieht sich mit einer riesigen Menge an Sicherheitssignalen konfrontiert (heute 100 Billionen täglich) und beschäftigt zehntausende Experten. Dennoch ist nur mit dem Einsatz von KI eine effektive Auswertung und Reaktion auf Bedrohungen möglich. Die Verteidigungsstrategie basiert auf drei Säulen: der Verteidigung mit KI-Agenten (inkl. dynamischer Blue-, Red- und Green Teams und Agenten für Schwachstellenerkennung und -behebung), der Ermöglichung sicherer KI im Unternehmen durch Governance- und Identitätsmanagement für KI-Agenten (z.B. mit Entra und Zero Trust-Prinzipien), und einem modernen Datenmanagement, das automatisiertes Data Labeling, schnelle Klassifizierung und Schutz vor Datenlecks umfasst (z.B. mit Purview und Data Leakage Prevention).
Ein zentraler Punkt ist, dass der Mensch immer noch in der Entscheidungs- und Steuerungsschleife bleibt, KI jedoch Geschwindigkeit und Skalierbarkeit bringt. Zugleich mahnt der Vortrag, Sicherheitsarchitekturen und Zugriffe dynamisch zu betrachten und kontinuierlich anhand von Signalen zu bewerten – Vertrauen ist nicht statisch. Richtige Balance bei der Bereitstellung von Daten für KI ist notwendig, um einerseits Innovation zu ermöglichen und andererseits Risiken zu minimieren und Datenverluste zu verhindern. Security wird als Wegbereiter (Enabler) für Innovation und digitale Transformation verstanden, nicht als Bremse. Microsoft steht als Partner bereit und integriert alle relevanten Schutzmechanismen in seine Plattformen, sodass Kunden – unterstützt durch Partner wie Bechtle – aktuelle und künftige Bedrohungen effektiv adressieren können.
Schlüsselwörter
Produkte / Programme
Genannte Personen