01
Technische Projekte scheitern selten an der Software selbst, sondern an fehlender Akzeptanz und am Verhalten der Nutzer.
Wie können Unternehmen durch strukturiertes Change Management das volle Potenzial von Microsoft 365 Copilot heben und KI Mehrwerte schnell in messbare Geschäftsergebnisse übersetzen. Es wird demonstriert, wie ADKAR basiertes Enablement und praxisnahe Use Cases zu einem sicheren, skalierbaren und erfolgreichen KI Rollout führen.
Tamara Hoock
01
Technische Projekte scheitern selten an der Software selbst, sondern an fehlender Akzeptanz und am Verhalten der Nutzer.
02
Strukturiertes Change-Management, wie das ADKAR-Framework, erhöht die Erfolgsquote von Veränderungsprojekten erheblich.
03
Awareness und persönlicher Nutzen sind entscheidend; reine Information reicht nicht, sondern gezielte Beteiligung und Kommunikation sind notwendig.
04
Erfolgreiche Change-Prozesse beinhalten spezifische Maßnahmen wie Change Champions, Micro-Learning und Management-Beteiligung.
05
Nachhaltigkeit und Verstärkung des Wandels sind essenziell, um Rückfälle in alte Gewohnheiten zu vermeiden.
Kurzfassung
Tamara Hoog erläutert in ihrem Vortrag beim Bechtle Microsoft World 2026 die Bedeutung von strukturiertem Change-Management bei der Einführung von Microsoft 365 Copilot. Sie zeigt anhand von Praxisbeispielen und dem ADKAR-Framework, warum technische Projekte häufig am Faktor Mensch scheitern. Hoog veranschaulicht die fünf Phasen des individuellen Veränderungsprozesses und gibt konkrete Empfehlungen, wie die Einführung von Copilot in Unternehmen nachhaltig gelingen kann. Sie betont, dass Change-Management unerlässlich für den Projekterfolg und den wirklichen Nutzen neuer digitaler Tools ist.
Langfassung
Tamara Hoog, IT-Consultant und Change-Practitionerin, referiert über die entscheidende Rolle von Change-Management beim Rollout neuer Technologien, speziell Microsoft 365 Copilot. Sie beginnt mit der Feststellung, dass Projekte selten wegen Softwareproblemen scheitern, sondern weil Menschen ihre Gewohnheiten nicht so einfach ändern. Anhand einer Umfrage im Publikum und Zahlen belegt sie, dass Transformationsprojekte ohne strukturiertes Change-Management eine hohe Misserfolgsquote (70% lt. McKinsey) aufweisen und die Nutzung neuer Tools wie Co-Pilot rasch abnimmt.
Im Kern des Vortrags steht das ADKAR-Framework (Awareness, Desire, Knowledge, Ability, Reinforcement) von Jeff Hiatt, das den individuellen Veränderungsprozess beschreibt und sowohl in der Praxis als auch diagnostisch eingesetzt werden kann. Hoog erläutert alle fünf Stufen anhand eines Alltagsbeispiels und übersetzt diese dann auf den geschäftlichen Kontext beim Copilot-Einsatz. Sie gibt Tipps, wie man die Angst vor Veränderungen adressiert, mit Changemanagement-Maßnahmen wie Change Champions, Micro-Learning, Management als Coach und gezielter Kommunikation arbeitet.
Anhand eines gescheiterten Co-Pilot-Projekts mit einem Industrieunternehmen demonstriert sie, wie fehlende Change-Unterstützung zu niedriger Nutzerquote und Frust führt. Hoog betont, dass reine Installation und Information (z.B. E-Mail) nicht ausreichen, sondern echte Gespräche und kontinuierliche Begleitung nötig sind. Sie empfiehlt, den Change-Prozess in vier Phasen (Vorbereitung, Pilot, Rollout, Nachhaltigkeit) zu unterteilen, passgenaue Ziele, KPIs und User-Pulse-Checks einzuführen und Erfolge sichtbar zu machen. Das ADKAR-Framework dient dabei als Werkzeug, um Engpässe zu identifizieren und gezielt zu adressieren.
Abschließend ruft Hoog dazu auf, Change-Management als Grundvoraussetzung und nicht als Option zu betrachten. Mit kleinen, direkt umsetzbaren Schritten wie einer ersten Awareness-Frage im Kollegenkreis kann der Veränderungsprozess praxisnah gestartet werden.
Schlüsselwörter
Produkte / Programme
Genannte Personen