01
Erfolgreiche KI-Einführung erfordert Integration von Mensch und KI-Agent, nicht nur technische Implementierung.
Ein praxisnaher Blick auf AI Agents jenseits des Hypes: reale Use Cases, messbare Wirkung, typische Stolpersteine und wie der Einstieg mit konkreten Ergebnissen gelingt – vor dem Hintergrund aktueller Microsoft‑Entwicklungen im Bereich Agentic AI.
Ebru Baumann
Paul Zeinhofer
01
Erfolgreiche KI-Einführung erfordert Integration von Mensch und KI-Agent, nicht nur technische Implementierung.
02
Datensicherheit und Datenhoheit sind besonders im öffentlichen Sektor essenziell für Akzeptanz und Nutzung.
03
Reale Use Cases zeigen, dass niedrigschwellige Zugänge zu KI und optimale Einbindung in Arbeitsprozesse entscheidend sind.
04
Messbare Mehrwerte (Kostenersparnis, Umsatzsteigerung) treten noch selten auf, sind aber in Pionierunternehmen deutlich sichtbar.
05
Methodische Herangehensweisen (z.B. AI Discovery Cards) helfen, vom Problem zur passenden KI-Lösung zu gelangen.
Kurzfassung
In diesem Vortrag im Rahmen der Bechtle Microsoft World 2026 diskutieren Ebru Baumann von Microsoft und Paul Zeinhofer von Smartpoint praktische Anwendungen von KI-Agenten in Unternehmen. Es werden reale Use Cases aus unterschiedlichen Sektoren vorgestellt, darunter öffentliche Verwaltung, Bildung und Pflege, mit Fokus auf die Herausforderungen und Mehrwerte beim Einsatz von KI. Besonders hervorgehoben wird, wie Pionierunternehmen („Frontier Firms“) erfolgreich Mensch und KI-Agenten in Organisationen verbinden. Am Ende werden methodische Ansätze zur Identifikation sinnvoller KI-Anwendungen sowie Mehrwerte von Workshops für den Einstieg präsentiert.
Langfassung
Der Vortrag beginnt mit einer Einleitung von Ebru Baumann, Partnersolution-Architektin bei Microsoft, die Bechtle bei der Implementierung und Nutzung von KI-Systemen unterstützt. Paul Zeinhofer, Head of AI bei Smartpoint, stellt einen interaktiven Bezug her und befragt das Publikum nach Erfahrungen mit generativer KI im Unternehmen. Die Umfrage zeigt, dass zwar viele KI als strategisch wichtig sehen, aber wenige bislang klare Kostensenkungen oder Umsatzsteigerungen realisieren konnten.
Es wird detailliert dargestellt, was sogenannte Pionierunternehmen („Frontier Firms“) auszeichnet: diese Firmen nutzen KI-Agenten nicht nur als Tools, sondern integrieren sie als Kollegen in Workflows. Sie strukturieren Prozesse um und stellen Ergebnisse und Innovation in den Mittelpunkt. Solche Unternehmen berichten von deutlich höheren Wachstumsraten im Vergleich zu Nachzüglern.
Paul Zeinhofer präsentiert drei konkrete Projekte:
1. Die Entwicklung einer KI-Plattform für das österreichische Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus gemeinsam mit Bechtle, die Mitarbeitenden im Ministerium sichere KI-Tools auf Basis von Microsoft Azure zur Verfügung stellt. Damit konnte Schatten-KI verringert und die Datenhoheit gesichert werden. Die Plattform bietet u.a. Chatbots, Dokumentenanalyse, Transkription und Übersetzungsdienste und wächst durch weitere Ministerien stetig.
2. Ein KI-basierter IT-Support-Agent für die FH Oberösterreich, der FAQ automatisiert beantwortet und nahtlos IT-Tickets generiert. Das System ist in Microsoft Teams integriert und nutzt eine gezielte Vorauswahl von Themenbereichen zur Präzisionssteigerung.
3. Eine Lösung für das Haus der Barmherzigkeit im Bereich Langzeitpflege, in der KI in das Dokumentmanagement integriert wurde. So können Mitarbeitende hochsensible Informationen kontextgenau abrufen und Prozesse besser steuern – eine entscheidende Verbesserung für den sensiblen Pflegebereich.
Abschließend gibt Ebru Baumann Einblicke in aktuelle Microsoft-Innovationen wie autonome Agenten („Cowork“, „Agent 365“), die nicht nur Aufgaben übernehmen, sondern Workflows steuern. Sie empfiehlt den methodischen Ansatz der „AI Discovery Cards“, um gezielt KI-Anwendungen auf strategische Unternehmensziele zu entwickeln. Als Abschluss werden Workshops verlost, um Unternehmen den Einstieg in effektive KI-Projekte zu erleichtern.
Schlüsselwörter
Produkte / Programme
Genannte Personen